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23.09.20 - Bioerlebnistag : Kas von dahoam bei machtSinn in Holzkirchen

 

Am Freitag, den 18. September 2020 nahmen wir am Bioerlebnistag bzw. -Abend teil bei machtSinn, dem Regionalladen mit Bistro in Holzkirchen https://machtsinn.bayern/

Angekündigt als "Ein bayerischer Genussabend für alle Sinne" präsentierte Sepp Grundbacher, der Chef der  Obermoser Biohofkäserei am Irschenberg http://www.obermooser-biokaese.de/  die Theorie der Käseproduktion in lebendigen Bildern. 

Und mit diesen Gaumenfreuden hat uns Chefkoch Bernhard Wolf überrascht:

  • Obazda vom Brie mit Frischkäse, Hanfsamen und Meerrettichblüten
  • Warmes Heublumenkäsebrot, Tartar von roter Bete, schwarze Nuss
  • Urkornrisotto (bayerischer Reis aus dem Chiemgau) mit Hokaidokürbis, durchzogen mit Bergkäse und Bergkäsechips
  • Picantus Käse mit Chilli gewürzt mit dreierlei Dipp aus grüner Tomate, Birne und Zwiebelbalsamico

Der Abend rund um regionalen Biokäse brachte viele Einblicke und Eindrücke vom Rohprodukt Milch hin zur Verarbeitung, der Reifung bis hin zu praktischen Tipps für den Konsumenten. Streifzüge in die ökologische Landwirtschaft, die Geschichte des Hofes und der Familie.  Gemeinsam wird die Vielfalt am Hof immer weiterentwickelt. Der Hof kann als Vollerwerbsbetrieb bestehen. Ein breites Vertriebsnetz in der Region in den lokalen Lebensmitteleinzelhandel bis hin zur Gastronmie zeigt auf der Homepage die auf kurzen Wegen erreichbaren Bezugsquellen.

Sepp Grundbacher sen. ist der Käsemeister, sein Sohn mit Familie kümmert sich um die Fleckviehherde. Die Milch kommt unmittelbar in die Käserei auf kurzem Weg. Der junge Bauer entwickelt die Biolandwirtschaft weiter und hat dazu den "Bodenpraktiker" Lehrgang gemacht, um sich intensiv mit dem Thema Humusaufbau auseinanderzusetzen. Die junge Bäuerin ist ausgebildete Kräuterexpertin. Mehr zur Familie hier: http://www.obermooser-biokaese.de/ueberuns.htm

Einkaufen, gut Essen und über die Herkunft der Lebensmittel der regionalen Produzenten erfahren an einem echten Wohlfühlort, das ist hier bei machtSinn in Hozkirchen bestens gelungen. Der Laden, das Bistro sowie der großzügige Außenbereich mit Blühwiese bietet sich bestens an, um weitere Produzenten zu präsentieren. 

 

22.09.20 - Festival Hier und Da im oberen Vinschgau : 02.-04.10.2020 in Mals und Umgebung

https://da.bz.it/neues.html

Das Festival Programm für Mals und die Region ist nun komplett.

Dabei Alexander Agethle vom Englhorn Hof und Petra Wähning, Gründerin der Genussgemeinschaft Städter und Bauern , u.a. mit dem Film über Projekte des Gelingens:

Zeit für Utopien

http://www.zeit-fuer-utopien.com/

Die Erfahrungen des letzten halben Jahres haben uns gezeigt wie verletzlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist und dass unsere aktuell vorherrschende Art des Wirtschaftens vielfältige Krisen provoziert. Diese Veranstaltung stellt Fragen über die Krisenfestigkeit des oberen Vinschgau und überlegt wie mögliche Zukünfte aussehen können, welche unsere Region widerstandsfähiger macht.

Beispiele und Impulse dienen als Anregung für Gespräche.
Dies in einer Landschaft und an Orten, welche selbst Beispiel dieser Zukunft sind.

 

16.09.20 - Strafgerichtsprozess gegen Pestizid-Kritiker vom Landesgericht Bozen: Landesrat Schuler muss Angriff auf die Meinungsfreiheit endlich beenden

Umweltinstitut München | Alexander Schiebel | oekom verlag
Gemeinsame Pressemitteilung vom 15.09.2020

 

München/Bozen, 15.09.2020: Heute fand in Bozen der Auftakt im Prozess wegen übler Nachrede gegen Karl Bär, den Agrarreferenten des Umweltinstituts München, statt. Das Umweltinstitut München und der oekom verlag rufen den Südtiroler Landesrat Arnold Schuler auf, seinem Angriff auf die Meinungsfreiheit endlich ein Ende zu setzen. Er müsse unverzüglich seine eigene Anzeige gegen Pestizid-Kritiker aus Deutschland und Österreich offiziell zurückziehen und dafür sorgen, dass auch alle weiteren Anzeigen ad acta gelegt werden. Dies ist heute entgegen Arnold Schulers Ankündigung nicht geschehen, weil die Vollmachten der mehr als 1300 Landwirtinnen fehlten, die sich Schulers Anzeige angeschlossen hatten. Der Richter setzte im heutigen Verfahren den Klägern eine Frist bis zum 27. November, um alle Anzeigen zurückzunehmen. Der Ausgang ist damit weiterhin offen. Als Nebenkläger ließen sich neben Arnold Schuler noch zwei Landwirte ein.

Weiterlesen hier:

     PM_Mals_15.09.2020

 

 

 

 

15.09.20 - Südtiroler Pestizid-Prozess findet statt: Pressemeldung des Umweltinstituts München vom 15.9.2020

Umweltinstitut München | Pressemitteilung vom 15. September 2020

 

Südtiroler Pestizid-Prozess findet statt / Trotz Ankündigungen Klage nicht zurückgezogen / Hunderttausende fordern schnelles Prozess-Ende

Strafgerichtsprozess gegen Karl Bär vom Umweltinstitut München startet heute trotz der Ankündigung von Landesrat Schuler, die Anzeigen fallen zu lassen. UmweltschützerInnen protestieren vor Ort gegen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt erklären sich mit Anzeigen in italienischen Zeitungen solidarisch mit den Angeklagten. Mehr als 200.000 Menschen aus Europa unterzeichnen Appell an Landesrat.

München/Bozen, 15.09.2020: Obwohl Landesrat Schuler gestern angekündigt hatte, die Anzeigen wegen übler Nachrede gegen Pestizid-KritikerInnen zurückziehen, steht Umweltschützer Karl Bär heute in Bozen vor Gericht. Bis Prozessbeginn lag den AnwältInnen der Beklagten keine Bestätigung seitens des Bozener Landesgerichts über die Rücknahme der Anzeigen vor. Im Gegenteil, Landesrat Schuler hat sich in dem Verfahren als Nebenkläger eingelassen. Bei einer Protestaktion vor dem Landesgericht Bozen in Südtirol forderten UmweltaktivistInnen deshalb kurz vor Beginn der Verhandlung Arnold Schuler auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Sie verklebten sich vor Ort die Münder, um symbolisch gegen den Versuch der Südtiroler Landesregierung zu protestieren, Pestizid-GegnerInnen mundtot zu machen. „Die Wahrheit auszusprechen ist kein Verbrechen!“ stand auf einem großen Plakat, das Karl Bär sowie den österreichischen Buchautor Alexander Schiebel abbildete, der ebenfalls wegen übler Nachrede angeklagt ist. 

Karl Bär, Agrarreferent beim Umweltinstitut: “Landesrat Arnold Schuler will die Öffentlichkeit glauben machen, der Prozess sei bereits erledigt. Die Klagen gegen mich und Alexander Schiebel sind aber keineswegs bereits fallengelassen worden. Noch immer drohen uns Haft- und Geldstrafen sowie Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe. Erst wenn alle Anzeigen vom Tisch sind und der Prozess eingestellt wurde, ist dieser Angriff auf die Meinungsfreiheit endgültig vorüber. Arnold Schuler muss sein Wort halten und unverzüglich die Anzeigen offiziell zurückziehen.”

Unterstützung erhielten Karl Bär und Alexander Schiebel und auch von mehr als 100 Umwelt-, Sozial- Verbraucherschutz- und Agrarverbänden sowie kirchlichen und direktdemokratischen Initiativen aus aus der ganzen Welt, darunter Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe, Slowfood, der Europäische Berufsimkerverband, Legambiente und der WWF Italien. Vertreten sind Organisationen aus 18 Ländern, von Italien über Ungarn bis Neuseeland. Sie veröffentlichten heute in „La Repubblica“ und in “La Stampa”, die zu den bedeutendsten Tageszeitungen Italiens gehören, eine gemeinsame Solidaritätserklärung. Darin heißt es:

„Kritik an Missständen offen und angstfrei äußern zu können – auch in zugespitzter Form – ist ein elementarer Bestandteil jeder funktionierenden Demokratie. Deshalb blicken wir mit großer Sorge auf diese Entwicklung in Südtirol. Zugleich sind wir entschlossen, solche Einschüchterungsversuche nicht hinzunehmen. Wir werden (...) jetzt erst recht thematisieren, was sich in Südtirol und anderswo in der Landwirtschaft ändern muss. Die KlägerInnen fordern wir dazu auf, ihre Klagen unverzüglich zurückzuziehen und den Streit um den Pestizideinsatz dort zu führen, wo er ausgetragen werden muss: in der Gesellschaft und in den Parlamenten, nicht vor Gericht.“

Zudem unterzeichneten bereits mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa einen Appell der Kampagnennetzwerke Campact und WeMove an Landesrat Arnold Schuler, in dem dieser aufgefordert wird, seine Anzeigen fallen zu lassen.

Weitere Informationen

In unserem Elektronischen Pressekit finden Sie (in deutsch, italienisch und englisch):

  • die Solidaritätserklärung von mehr als 100 Verbänden, erschienen in “La Repubblica” und "La Stampa"
  • Fotos der heutigen Protestkundgebung am Bozener Landesgericht (sobald verfügbar)
  • ein ausführliches Hintergrundpapier zu den Prozessen und dem Pestizideinsatz in Südtirol
  • druckfähiges Fotomaterial von Karl Bär und Alexander Schiebel sowie dem Apfelanbau im Vinschgau
  • die Anzeigen von Arnold Schuler
  • die Pressemitteilung der Pressekonferenz zu den Klagen vom 08.09.2020 in Bozen sowie
  • weiteres Material zum Prozess.

Weitere hochauflösende Pressefotos finden Sie hier.


Pressekontakte

Fabian Holzheid
Umweltinstitut München
Pressesprecher, Vorstand
Tel. +49 89 - 30 77 49 19
fh@umweltinstitut.org
www.umweltinstitut.org

Karl Bär
Umweltinstitut München
Referent für Agrar- und Handelspolitik
Tel. +49 89 - 30 77 49 34
Mobil: +49 176 - 100 94 126
kb@umweltinstitut.org

Nicola Canestrini
vertretender Rechtsanwalt
Mobil: +39 3398125835 
nicola.canestrini@canestrinilex.it

 

14.09.20 - Männliche Jungtiere : schwerer Stand in der Landwirtschaft

Im Bayerischen Rundfunk, BR24, Rubrik Landwirtschaft gibt es einen sehr guten Artikel zum Thema.

Sehr empfehlswert, um das Thema zu verstehen:

https://www.br.de/nachrichten/wissen/wo-milch-und-eier-locken-haben-es-maennliche-jungtiere-schwer,SAI2zlp

 

 

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